Studie zu Zigaretten-Konsum: Rauchstopp ist auch für die Seele gut

Mediziner lassen psychisch Kranken in der Therapie häufig ihre Zigaretten, um sie nicht zusätzlich zu belasten. Eine Studie rüttelt jetzt an diesem Prinzip: Wer aufhört zu rauchen, profitiert demnach auch mental. Das gilt für psychisch Kranke wie Gesunde.

Jedem Raucher dürfte hinreichend bekannt sein, dass er Lebensjahre verschwendet. Dass er mit dem Aufhören auch Effekte auf die Psyche erzielt, beschreibt eine große Überblicksstudie in einem sehr eindeutigen Ergebnis: Wer auf die Zigaretten verzichtet, schützt nicht nur seinen Körper. Er pflegt auch seine Psyche. Falk Kiefer, Suchtforscher und Mediziner am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sagt: „Rauchen löst die Probleme, die der Mensch sich zuvor selbst geschaffen hat“.

Aus eigener Erfahrung aus meiner Praxisarbeit weiß ich, dass viele Raucher Zigaretten brauchen, um Ängste und schlechte Stimmung zu tilgen und gehen deshalb davon aus, dass ihnen das Rauchen guttut. Ein Trugschluss: Denn gerade wenn man einen tiefen Zigarettenzug nimmt, reagiert der Körper, indem er versucht „das Gift“ Nikotin wieder aus dem Körper heraus zu befördern. Das heißt die Aterien ziehen sich zusammen, das Herz pumpt schneller…der Körper versucht zu entgiften. Niemand haut sich mit dem Hammer auf den Kopf, wenn er Kopfschmerzen hat. Aber wir rauchen, wenn wir Stress haben und durch das Nikotin hat der Körper noch mehr Stress, Nervosität, Angst und depressive Stimmungen….

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Englische Studie: Wer vor der Lebensmitte das Rauchen aufgibt, gewinnt im Schnitt zehn Lebensjahre dazu

Danach verlieren RaucherInnen statistisch mindestens zehn Lebensjahre offenbart die britische Untersuchung als Ausmaß dramatischer Gesundheitsgefahren durch das Rauchen. Umgekehrt sinkt das Risiko, an den Folgen des Rauchens früher zu sterben, um mindestens 90 Prozent, wenn ein Mensch vor dem 40. Geburtstag zum Nichtraucher wird.

Die britischen Wissenschaftler  befragten zwischen 1996 und 2001 1,3 Millionen Frauen zwischen 50 und 65 Jahren, die zur Krebsfrüherkennung gingen. Die Teilnehmerinnen füllten Fragebögen aus und wurden mindestens drei Jahre später erneut befragt. Das englische Gesundheitswesen konnte für alle Teilnehmerinnen zuverlässig verfolgen, welche Frauen im Verlauf der Studie starben – und was ihre Todesursache war. Im Schnitt wurden die Probandinnen 12 Jahre lang von den Forschern beobachtet:

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Weltweite Studie: Rauchverbot erspart vielen das Krankenhaus

Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern zeigen Wirkung: Wo nicht mehr gequalmt wird, kommt es zu weniger typischen Raucherkrankheiten und die Zahl der Krankenhausaufenthalte sinkt. Wie eine US-Studie zeigt, stellt sich dieser Effekt überraschend schnell ein. Danach wurden nicht nur bis zu einem Viertel weniger Menschen wegen Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenkrankheiten in Kliniken eingeliefert, sondern ein Zigarettenstopp senkte auch in Bars und Restaurants eindeutig das Risiko von Alkoholmissbrauch:

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