Studie zu Zigaretten-Konsum: Rauchstopp ist auch für die Seele gut

Mediziner lassen psychisch Kranken in der Therapie häufig ihre Zigaretten, um sie nicht zusätzlich zu belasten. Eine Studie rüttelt jetzt an diesem Prinzip: Wer aufhört zu rauchen, profitiert demnach auch mental. Das gilt für psychisch Kranke wie Gesunde.

Jedem Raucher dürfte hinreichend bekannt sein, dass er Lebensjahre verschwendet. Dass er mit dem Aufhören auch Effekte auf die Psyche erzielt, beschreibt eine große Überblicksstudie in einem sehr eindeutigen Ergebnis: Wer auf die Zigaretten verzichtet, schützt nicht nur seinen Körper. Er pflegt auch seine Psyche. Falk Kiefer, Suchtforscher und Mediziner am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sagt: „Rauchen löst die Probleme, die der Mensch sich zuvor selbst geschaffen hat“.

Aus eigener Erfahrung aus meiner Praxisarbeit weiß ich, dass viele Raucher Zigaretten brauchen, um Ängste und schlechte Stimmung zu tilgen und gehen deshalb davon aus, dass ihnen das Rauchen guttut. Ein Trugschluss: Denn gerade wenn man einen tiefen Zigarettenzug nimmt, reagiert der Körper, indem er versucht „das Gift“ Nikotin wieder aus dem Körper heraus zu befördern. Das heißt die Aterien ziehen sich zusammen, das Herz pumpt schneller…der Körper versucht zu entgiften. Niemand haut sich mit dem Hammer auf den Kopf, wenn er Kopfschmerzen hat. Aber wir rauchen, wenn wir Stress haben und durch das Nikotin hat der Körper noch mehr Stress, Nervosität, Angst und depressive Stimmungen….

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